Klöntal

Künstlich gestauter Bergsee, wo man im Sommer schwimmen und im Winter Schlittschuhlaufen kann.

Das bergumkränzte Tal mit Alpen, Runsen, Wasserläufen ist reich an Naturschönheiten und berühmt für die traumhaften Spiegelungen; sie schlugen und schlagen Dichter und Maler in Bann, wie das Gästebuch des Kurhauses Richisau belegt. Im und um das Gasthaus befinden sich zahlreiche Kunstwerke, unter anderem Gemälde von Rudolf Koller, Johann Gottfried Steffan, Skulpturen von Karl Prantl, Kurt Sigrist, Fritz Wotruba, Klangstein von Elmar Daucher, Ofen von Günther Uecker.

Schon 1550 wird der Fischreichtum im See durch Schonzeiten erhalten und gefördert. Auch heute noch ist das Klöntal ein Paradies für Fischer.

 

Klöntalersee im Sommer

Schlittschuhlaufen auf dem Klöntalersee

Blick von Richtung Richisau auf den Klöntalersee.

Schlittschuhlaufen auf dem gefrorenen Klöntalersee

 

 

Ins tief eingeschnittene Tal vermag während des Winters die Sonne nicht einzudringen; der See gefriert. Von 1860 bis letztmals 1953 werden aus der Eisschicht quadratische, sieben Zentner schwere Eisblöcke ausgesägt. 1890 ist die Nachfrage so gross, dass täglich bis zu 300 Schlitten schwer beladen zu Tale gebracht wurden.

1799 zieht General Suworows Armee durchs Klöntal nach Glarus. Das Gerücht, die Russen hätten ihre Kriegskasse im See versenkt, führt zu Tauchversuchen; gefunden jedoch wird sie nicht.

Seit 1908 werden Wasserkraft und das grosse Gefälle ins Haupttal für die Erzeugung elektrischer Energie genutzt. Ein Erddamm mit einem Lehmkern von 21 m Höhe und 220 m Länge staut den See (Seespiegel 847 m ü.M., 39,8 Mio. m3 Stauinhalt, 83 km2 Einzugsgebiet).

Zwei Campingplätze am See, Surfsport, Wanderweg vom/zum Haupttal abseits der Strasse, Wanderwege. Ausgangspunkt für Bergtouren ins Glärnischmassiv (Glärnischhütte).