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Kunsthaus Glarus

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 14-18 Uhr
Samstag und Sonntag 11-17 Uhr

Tel: +41 (0)55 640 25 35
Fax: +41 (0)55 640 25 19
E-Mail: office(at)kunsthausglarus.ch
URL: www.kunsthausglarus.ch

Ausstellungen
Das Kunsthaus Glarus hat sich in den letzten Jahren mit Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in der schweizerischen Museumslandschaft und der internationalen Kunstszene einen Namen gemacht. In Wechselausstellungen werden insbesondere Arbeiten einer jüngeren Künstlergeneration und Themen der aktuellen Kunstproduktion präsentiert. In Einzelausstellungen wurden schweizerische und internationale Kunstschaffende wie Urs Lüthi (1990), Helen Chadwick (1995), Peter Doig (1999), Ugo Rondione (1999), Urs Fischer (2000), Monica Bonvicini (2001), Gillian Wearing (2002) und Jim Shaw (2004) gezeigt.

Immer wieder werden die Ausstellungsräume auch vielversprechenden, aber noch wenig bekannten Künstlern und Künstlerinnen zur Verfügung gestellt, die ihre Arbeit im Kunsthaus Glarus zum ersten Mal im Rahmen einer Institution präsentieren.

Als einzige grössere Kunstinstitution im Kanton Glarus muss das Kunsthaus unterschiedlichen Interessen gerecht werden. Aus diesem Grund werden neben Gegenwartskunst auch Ausstellungen historischer Ausrichtung und Ausstellungen im Bezug zur Sammlung des Glarner Kunstvereins gezeigt.

Jährlich dient das Kunsthaus ebenfalls als Plattform für Künstler und Künstlerinnen der Region, wobei jeweils eine durch eine Jury ausgewählte Person ihre Arbeit in der sogenannten «Fokus»-Ausstellung präsentieren kann.

Institution
Träger des Kunsthaus Glarus ist der Glarner Kunstverein, der 1870 gegründet wurde und heute rund 600 Mitglieder zählt. Der Glarner Kunstverein versteht sich als Kunstvermittler. Mit seiner Tätigkeit will er dem interessierten Publikum Kunst – insbesondere die zeitgenössische – näher bringen, das Kunstschaffen im Kanton Glarus fördern und das für den Kanton Glarus bedeutende Erbe bildender Kunst pflegen. Für das national und international ausgerichtete Ausstellungsprogramm ist die vom Kunstverein angestellte Konservatorin zuständig.

Die Sammlung
In den Anfängen des Glarner Kunstvereins, der 1870 gegründet wurde, gehörte der Aufbau einer eigenen Sammlung zu den Hauptanliegen des Vereins. Angekauft wurden vor allem Werke von zeitgenössischen Schweizer Künstlern. Dadurch lässt sich an der Sammlung des Glarner Kunstvereins exemplarisch die Rezeptionsgeschichte der Kunst in der Schweiz erkennen. Im 19. Jahrhundert wurde vor allem Landschaftsmalerei im Geiste des Klassizismus und der Romantik angekauft, zum Beispiel Johann Gottfried Steffan. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Sammlung mit einigen Werken von Künstlern der klassischen Moderne ergänzt worden – Cuno Amiet, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, Félix Vallotton –, die heute zu den Meisterwerken der Sammlung gehören. Auch heute werden vorwiegend Arbeiten der jüngeren Künstlergeneration angekauft, meist im Zusammenhang mit den im Kunsthaus gezeigten Ausstellungen.

Neben der eigenen Sammlung, die aus mehr als 500 Werken des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts besteht, umfasst das Kunsthaus Glarus auch einen Teil der Sammlung Othmar Huber (Picasso und Werke der Künstlergruppe Cobra), die Sammlung Gustav Schneeli und die Sammlung Marc Egger, deren Schwerpunkt in der amerikanischen Kunst der 60er und 70er Jahre liegt.

Die Architektur
Dem modernen Glarner Architekten Hans Leuzinger verdankt Glarus sein 1952 erstelltes Kunsthaus, das als eines der schönsten Ausstellungshäuser der Schweiz gilt. Schon von weitem sind die allseitig verglasten Satteldächer des in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gelegenen Kunsthauses sichtbar. Die im Grundriss L-förmig angelegten Pavillons treten als einfache geometrische Körper in Erscheinung, bei deren Konzeption die Lichtführung ein zentrales Anliegen war. Die einfache reduktionistische Formensprache des Kunsthauses, welche besonders in der schlichten Dachkonstruktion und in der Beschränkung der Materialien auf Backstein, Beton und Glas zum Ausdruck kommt, ist mit ein Grund dafür, dass Leuzinger vor rund 50 Jahren ein Museum geschaffen hat, das den heutigen Anforderungen der Kunst immer noch gerecht wird. Das Kunsthaus Glarus verfügt nebst über 800m2 Ausstellungsfläche über ein lichtdurchflutetes Foyer mit Cafeteria und eine öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek.