KulturFridolin wacht über Land und Leute Das Glarnerwappen zeigt als einziges Kantonswappen einen Menschen: den heiligen Fridolin mit dem Wanderstab und der Bibel. Die Legende besagt, wie Fridolin - der Gründer des Klosters Säckingen - zu Grundbesitz im Glarnerland kam. Zwei Brüder, Urso und Landolf, besassen zahlreiche Güter. Urso schenkte sein Land Fridolin. Doch nach dem Tode seines Bruders riss Landolf alle Güter an sich. Um sein Recht zu beweisen, rief Fridolin den toten Urso als Zeugen vor Gericht. Der beim Anblick des bekannten Zeugen zutiefst erschrockene Landolf überliess die Güter des Urso und seine eigenen dazu. Deshalb wacht Fridolin als Schutzheiliger im Wappen über das Glarnerland und seine Leute. Der kantonale Feiertag wird mit einer Prozession, einer staatsmännischen Ansprache und einem Gottesdienst begangen. Glarner Textilindustrie Der wirtschaftliche Aufschwung durch die Textilindustrie und den Handel verhalf den Glarnern zu steigendem Wohlstand. Die buntbedruckten Stoffe und die Glarner Tüechli stammen aus dieser Zeit. Auch sie haben den guten Ruf der Glarner besiegelt. Nach mehr als zweihundert Jahren sind die Tüechli als typisch glarnerische Spezialität noch heute gefragt. Aus- und Weiterbildung Ein umfassendes Kulturangebot Das Glarner Kammerorchester, ein vorwiegend aus Laienmusikern bestehendes Streichorchester, prägt mit seinen Sinfoniekonzerten, seinen Oratorienaufführungen und sonstigen diversen musikalischen Veranstaltungen seit Jahrzehnten das Glarner Musikleben aktiv mit. Ein zentrales kulturelles Ereignis ist die Musikwoche in Braunwald, die einmal im Jahr musikalische Darbietungen präsentiert. Zahlreiche Glarner Kulturschaffende sind über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt: Die Schriftsteller Emil Zopfi, Perikles Monioudis, Tim Krohn, Jan Krohn, Walter Hauser, Fridolin Jakober, Eveline Hasler und viele mehr. Bekannt sind auch verschiedene Glarner Musiker: Betty Legler, Louis Menar, Hermann Bühler, Markus Mägä Hauser, Jürg Wickihalder, Daniel Zbinden oder Peter Brandenberger und die Familie Kobelt. Im Bereich der Malerei und Fotographie sind unter anderen Hanspeter Hofmann, Lill Tschudi, Christina Gallati, Andrea Iten und Fridolin Walcher zu erwähnen. Tradition und Brauchtum Kulinarische Spezialitäten Glarner Pastete Glarner Chalberwurst Glarner Schabziger Mit Ziger verpflegte man schon im 15. Jahrhundert die Soldaten. Die begehrte Spezialität wurde im Jahre 1310 zum ersten Mal im Säckinger Rodel erwähnt. Zinsen an das Kloster mussten damals nämlich in Form von Ziger bezahlt werden. Zu den schmackhaften Gerichten mit Schabziger zählen die Ziger Höreli, das Glarner Fondue, Forellen nach Glarner Art oder die Rotweinbirne an Zigerrahmsauce. |
|
www.glarusnet.ch • kontakt(at)glarusnet.ch |