Das reale Bruttoinlandprodukt der Schweiz (BIP) hat im 2. Quartal 2009 gegenüber dem 1. Quartal um 0,3% abgenommen . Negative Wachstumsimpulse gingen insbe-sondere von der Handelsbilanz mit Dienstleistungen aus. Der Warenverkehr hingegen lieferte positive Wachstumsbeiträge (verlangsamter Rückgang der Exporte in Kombi-nation mit stark gesunkenen Importen). Der private sowie der staatliche Konsum und die Bauinvestitionen nahmen zu. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal resultiert ein Rückgang des realen BIP um 2,0%.
Hier finden sie aktuelle Konjunkturtendenzen des Seco.
Besonders vom konjunkturellen Abschwung betroffen sind exportorientierte Wirtschaftsräume. Im 4. Quartal 2008 sind die Schweizer Exporte von Waren und Dienstleistungen um 8,1 Prozent eingebrochen – so stark wie noch nie seit der Quartalsreihe 1980. Im 1. Quartal 2009 war der Einbruch verhältnismässig mit 2,4 Prozent etwas weniger drastisch. Es ist allerdings in den nächsten Monaten nicht mit einer schnellen Erholung zu rechnen. Unter dem Nachfragerückgang leidet besonders die Metall- und Maschinenindustrie. Aber auch kleinere Branchen wie die Textil-, Papier- und Lederindustrien müssen Verluste verzeichnen.
Die globale Wirtschaftskrise schlägt sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt nieder. Seit November 2008 ist ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Ende Juni 2009 lag die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent, das heisst 140'253 Personen waren zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz arbeitslos – Tendenz steigend.
Mit einer Erholung der Schweizer Wirtschaft rechnen Experten frühestens ab dem 2. Halbjahr 2010. Das Seco schätzt, dass die Schweizer Wirtschaft im 2009 um insgesamt um 2,2 Prozent schrumpfen wird. Auch im Verlaufe des Jahres 2010 rechnen die Experten nur mit einer allmählichen Konjunkturerholung.