Einfluss der Wirtschaftskrise auf den Kanton GlarusZusammen mit anderen exportorientierten Wirtschaftsräumen ist auch der Kanton Glarus mit seiner industriell geprägten Wirtschaftsstruktur von der globalen Wirtschaftskrise betroffen. Besonders die Maschinen-, Metall- und Elektro-, Kunststoff- und Textilindustrie sowie die Zulieferbetriebe spüren die Nachfrageflaute aus dem Ausland („importierte Rezession“ im stark exportorientierten Wirtschaftsraum Glarnerland). Auch die Arbeitslosenzahlen im Industriesektor werden von diesen Veränderungen betroffen sein. Dort wird sich die Rezession voraussichtlich in den kommenden Monaten verstärkt bemerkbar machen. Das mehrheitlich ausserkantonal tätige Baugewerbe wird gemäss Prognosen von der Wirtschaftsflaute verzögert erfasst gegen Ende der Rezessionsphase. Mit einer raschen Erholung der wirtschaftlichen Situation ist nicht zu rechnen. Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und der Einführung von Kurzarbeit in verschiedenen Regionen während der letzten 18 Monate ist mit der gesamtschweizerischen Entwicklung vergleichbar (vgl. Grafik). Die schlechte Wirtschaftssituation hinterlässt im Glarnerland Spuren. Die Kapazitätsauslastung in der Industrie ist rückläufig. Mit einer Arbeitslosenquote von 2.3 Prozent Ende Juni 2009 lag das Glarnerland bis jetzt noch deutlich unter dem Schweizer Schnitt. Die Entwicklung der Kurzarbeit bis Juni 2009 ist mit 80 eingegangenen Anmeldungen vergleichbar mit anderen schweizerischen industrie- und exportorientierten Wirtschaftsräumen. ![]() |
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