Investive kantonale und kommunale StützungsmassnahmenMit dem Vorziehen von Investitionen leistet der Kanton Glarus im Sinne einer antizyklischen Konjunkturpolitik einen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft: Für die Nettoinvestitionen des Kantons sind im Jahr 2009 29 Mio. Franken vorgesehen. Für die kumulierten Nettoinvestitionen der Gemeinden sind es 25 Mio. Franken. Die budgetierten Ausgaben wurden– vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise - auf kantonaler Ebene um 4 Mio. Franken gegenüber den Vorjahren und auf kommunaler Ebene um 8 Mio. Franken erhöht. Vorgezogene Investitionen der öffentlichen Hand sind deshalb konjunkturstützend, weil sie einen grossen Multiplikatoreffekt auslösen (Schaffung von Arbeitsplätzen, Ankurbelung des privaten Konsums) und dadurch das langfristige Wachstum der Glarner Volkswirtschaft unterstützen. Zudem wirkt sich eine höhere Bautätigkeit positiv auf die übrige Glarner Wirtschaft aus, in dem sie den Zulieferindustrien zu Aufträgen verhilft.
Investive Massnahmen mit BundesbeteiligungAuch der Bund leistet im Rahmen der durch National- und Ständerat verabschiedeten Konjunkturpakete vorgezogene Ausgaben und substantielle Mehrausgaben zur Stabilisierung der Schweizer Wirtschaft. Der Fokus liegt auf Infrastrukturprojekten in den Bereichen Verkehr, Umwelt- und Naturgefahren und Energie, die vor allem der Bauwirtschaft zu Gute kommen, sowie der Förderung von Forschung und Entwicklung im Sinne der Innovationsförderung. Es werden aber auch die staatlichen Standortmarketing- und Exportförderungsorganisationen (Schweiz Tourismus, OSEC, Schweizerische Exportrisikoversicherung) und kantonale Projekte in diesen Bereichen direkt mit Budgeterhöhungen unterstützt. Weiter werden spezifische Massnahmen zur Verringerung der Arbeitslosenzahlen getroffen, beispielsweise durch Unterstützung von Weiterbildungen während der Kurzarbeit oder Schaffung von befristeten Stellen in Bereichen wie dem Tourismus und der Jugendarbeit. Dank dieser Bundesbeteiligung wird der Kanton Glarus weitere Investitionen von gesamthaft 1.2 Mio. Franken an die Hand nehmen können. Diese fallen im Bereich Infrastruktur an sowie in wertschöpfungssteigernden Projekten im Bereich der Regionalpolitik und werden vor allem im 2010 wirksam – dann wenn die Arbeitslosigkeit gemäss Prognosen am höchsten sein wird. Die kantonalen Mehrausgaben in den einzelnen Bereichen müssen gegenüber dem Bund budgetiert und die Bundesbeteiligung beantragt werden. Weitere Informationen zu den Stabilisierungsmassnahmen des Bundes finden sie hier.
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