StabilisierungsmassnahmenWie begegnet der Bund der Rezession?Der Bund ist bemüht darum, die Rezession mit diversen Mitteln abzuschwächen. Abgesehen von verschiedenen Massnahmen zur Stärkung des schweizerischen Finanzsystems und einer expansiven Geldpolitik durch die Nationalbank, hat er mit zusätzlichen finanzpolitischen Massnahmen zur Stärkung von Investitionen und Konsum eine Stabilisierung eingeleitet. Die Stabilisierungsmassnahmen werden in drei Phasen zu 900, 700 und 297 Mio. Franken umgesetzt. Zusätzlich gibt es Sonderbeiträge wie zum Beispiel 200 Mio. Franken für die Krankenkassenprämienverbilligung und 150 Mio. Franken für die vorgezogene Reform der Mehrwertsteuer. Das Parlament wird über den Vorschlag des Bundesrates für eine dritte Phase noch befinden. Der Fokus der ersten zwei Phasen liegt auf neuen Infrastrukturprojekten und einer Innovationsförderung. Ebenso werden Standortmarketing- und Exportförderungsorganisationen des Bundes (Schweiz Tourismus, OSEC, schweizerische Exportrisikoversicherung) direkt mit Budgeterhöhungen unterstützt. Von grosser Relevanz ist auch die befristete Verlängerung der Bezugsdauer für Kurzarbeit für Firmen von 12 auf 18 Monate. Die dritte Stabilisierungsphase sieht Massnahmen in folgenden Bereichen vor:
Um von den Stabilisierungsmassnahmen des Bundes zu profitieren, müssen die Kantone entsprechender Mehrausgaben für Massnahmen budgetieren. Der Bund beteiligt sich dann an den einzelnen Projekten zu 50 Prozent.
Wie begegnet der Kanton Glarus der Rezession?Gefordert sind in der aktuellen Wirtschaftskrise Bund, Kantone und Gemeinden, die allesamt konjunkturpolitische Beiträge zur wirtschaftlichen Stabilisierung leisten. Der Kanton Glarus verfolgt eine wachstumsorientierte Konjunkturpolitik. Die Glarner Regierung beobachtet laufend die Entwicklung der Wirtschaftslage und die Massnahmen auf Bundesebene, nimmt konjunkturpolitische Standortbestimmungen für den Kanton Glarus vor und leitet im Rahmen der Möglichkeiten ergänzende Massnahmen ein. Die sorgfältige Auswahl der Instrumente ist wichtig. Die eingesetzten Instrumente, welche die wirtschaftlichen Schwankungen abfedern. Sie müssen zielgerichtet sein und volkswirtschaftlich wie sozial sinnvoll. Es geht für den Kanton Glarus – in Abstimmung mit den Massnahmen auf nationaler Ebene - kurzfristig vor allem darum, die automatischen Stabilisatoren, insbesondere das Instrument der Kurzarbeit, gezielt einzusetzen. Des weiteren werden sinnvolle öffentliche Investitionen getätigt und zielgerichtet flankierende Massnahmen umgesetzt. Zur langfristigen wirtschaftlichen Stabilität trägt eine Politik bei, welche dafür sorgt, dass im Glarnerland auch in Zukunft wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen vorherrschen. Langfristige Massnahmen
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